Materialwand

Nachdem ich in den letzten Wochen zu nicht viel gekommen bin, nun endlich wieder ein Post von mir :-) Warum ich zu nichts gekommen bin - ich bin umgezogen - ich hasse umziehen :-) Na ja, nun sind fast alle Kartons ausgepackt und die Wohnung ist nahezu komplett eingerichtet. Ich konnte mir in der neuen Wohnung einen kleinen Traum erfüllen - ein eigenes Näh / Arbeitszimmer in dem ich alle meine Schätze, insbesondere meine Nähmaschinen, stehen lassen kann *juhu*

Doch halt! Neben der Pinnwand ist noch eine weiße Wand - oh je ;-)

Drum habe ich mir eine Materialwand aus Holz mit einem praktischen Ablagefach und Haken für meine Scheren gebaut.

Sieht schick aus - auch wenn ich es "natur" belassen habe - und ist extrem praktisch. Naden und weitere wichtige Dinge sind immer griffbereit und das blöde bisherige kramen in Kästen und Kisten hat sich erledigt.


Und was nicht aufgehänt werden kann wird einfach nebenan an die Pinnwannd gepinnt.


Um sich solch ein Board selber zu bauen benötigt man nur ein Paar Materialien und etwa einen halben Tag Zeit... also nicht sonderlich schwer.


Hier mal eine Anleitung wie ich meins gebaut habe :-)

Das Material

Wie gesagt, ihr benötigt nur relativ wenig Material und keine sonderlich großen handwerklichen Begabungen :-) Du habt ihr aber, sonst würdet ihr euch nicht überlegen so ein Brett selber zu bauen ;-)



Hier mal meine Materialliste:

  • Hintergrundbrett (kann auch ein Bilderrahmen oder ähnliches sein) - Wichtig die Platte sollte ca. 1 cm dick sein, damit nachher die Dübel besser halten - mein Brett ist aus der Restekiste vom Baumarkt und hat 130 x 40 cm
  • Dübel (oder lange Nägel) - ich habe Spezialdübel vom schedischen Möbelhaus aus der Serie Expedit / Kallax genommen - die bekommt man an der Infotheke - natürlich gehen auch normale Dübel oder Rundhölzer (bei normalen Standarddübeln kann es sein, dass sie etwas dick und kurz sind um Garnrollen zu halten - also lieber ca. 10 cm lange Rundhölzer nehmen)
  • Ein Ablagefach - bei mir ist das praktischerweise ein Gewürzregal vom gleichen schwedischen Möbelhaus - das ist genau 40 cm breit. In diesem Fall müssen die Aufhängeösen (sind aus Metall) abgeschraubt werden, damit das Regal von hinten an das Brett geschraubt werden kann.
  • eine praktische Stange für Aufhängehaken - auch vom schwedischen Möbelhaus und auch 40 cm. breit - je nachdem wie groß euer Brett ist könnt ihr hier natürlich in der Größe abweichen - wenn ihr das Brett z.B. quer aufhängt habt ihr mehr Platz für die Stange und könnt daran z.B. auch Töpfe etc. für Kleinteile aufhängen (fand ich auch super, geht aber nicht an meine Wand ;-) darum diese Lösung)
  • Klebeband und Lineal (und Stift versteht sich): dies brauchen wir um die exakte Position der Dübel / Nägel zu konstruieren und markieren (siehe unten) - hierzu ist ein langes Lineal und einige Garnrollen ideal
  • Holzleim: um die Dübel einzukleben
  • Schrauben: um die Stange und das Ablagefach festzuschrauben
  • Bohrer mit passendem Bohrer für die Dübel

Die Vorbereitungen

Je nachdem was für ein Brett ihr aufgetrieben oder besorgt habt könnt (oder solltet) ihr es kurz vorbereiten - also zumindest mit Schleifpapier über die Kanten gehen, oder es streichen. Auch mit Stoff beziehen oder mit Papier bekleben funktioniert wunderbar. Dies sollte jedoch alles VOR dem Ausrichten und bohren der Löcher bzw. dem Anschrauben der Ablagen und Halterungen passieren.

Ablagefach und Stange

Als erstes habe ich die Stange ausgerichtet und angebracht. Ich habe sie soweit nach oben (vom unteren Brettrand aus gesehen) gesetzt, dass die Scheren, die nachher daran hängen sollen möglichst ganz auf dem Brett und nicht an der Wand hängen werden. Dies ist aber Geschmacksache und richtet sich natürlich nach dem Brett und dem Platz an der Wand.

Zum Festschrauben habe ich einfache Holzschrauben verwendet  - sie sollten nur ein wenig oder am besten garnicht  hinten herausschauen. Bei mir haben sie leider etwas herausgeschaut, weswegen ich kleine Muttern gegengedreht habe.

Ziemlich genau darüber habe ich das Gewürzregal als Ablagefach plaziert und mit etwas längeren Holzschrauben von hinten festgeschraubt (je 2 an den kurzen Seiten und 3 in der langen unteren Seite).


Damit keine Flecken oder Beschädigungen nachher an der Wand hinterlassen werden habe ich alle Schrauben und Muttern mit Malerklebeband abgeklebt - hier kann man jedoch natürlich auch Gummi oder Teppich oder ähnliches nehmen (aber das hatte ich gerade nicht zur Hand ;-))

Ausrichten und Anzeichnen der Dübellöcher

Nun kommen wir zu einem etwas nervigen und zeitraubenden Teil - das ausrichten und anzeichnen der Dübellöcher.

Die Zahl richtet sich natürlich nach der Größe eures Brettes und euren Bedürfnissen - bei mir waren es insgesamt 15 Reihen a 9 Löcher (=135 Stück) und damit es hinterher gut aussieht sollten sie alle auch parallel in Reihe stehen. Um dies zu gewährleisten (oder zumindest nahe dran zu kommen) habe ich mit ein Raster aus Klebeband aufgebracht - d.h. ich habe zunächst überlegt in welchem Abstand die Dübel stehen sollen / müssen um meine Garnrollen aufzunehmen und dann wie viele auf mein Brett gehen. - Heraus kamen wie gesagt 15 x 9 Dübel.

Das Bohren und Einkleben der Dübel

Sind alle Bohrlöcher angezeichnet kann gebohrt werden. Ich habe bewusst die Bohrlöcher nur soweit versenkt, dass sie nicht auf der anderen Seite herauskommen, denn dann kann der Dübel einfach eingeklebt werden und es muss nicht so sehr auf die gleiche Höhe geachtet werden.


Anschließend in alle Löcher einen Dübel leimen und solande der Leim noch nicht hart ist ausrichten - damit die Dübel auch gerade stehen. Nur noch trocknen lassen und aufhängen :-) FERTIG

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