Was zum anziehen...


Kuscheliger Poncho

Der Herbst ist da und leider auch das kühle Wetter... Abends und am Schreibtisch ist daher ein kuscheliger Pulli oder eine Decke wirklich herrlich... oder eine Mischung aus Pulli und Decke - ein Poncho....

Super schnell und einfach genäht aber echt edel und schick.

 

Genäht ist er aus Fleece (hihi ist ja irgendwie mein Lieblingsstoff und echt kuschelig).

Eine kleine Nähanleitung

Den Stoff zuschneiden:

Ich habe mit 120cm x 110m gearbeitet - man kann aber auch etwas rechteckiger werden, aber Achtung, je mehr Stoff man verwendet, desto "bolloger" wird das Ganze nachher und man fühlt sich wie mit der Picknickdecke um - schön für das Sofa aber unpraktisch für draußen...

 

Zum Verständnis: die Ärmel bilden wir an den Seiten, d.h. eigentlich faltet man den Stoff in der Längsmitte und näht die Ärmel ab.

Konstruktion & Nähen:

Die Ecken im rechten Winkel nach innen falten. Wie gesagt, man kann auch das Stoffstück in der Längsmitte halbieren und die Seitenkanten fixieren.

 

Die beiden kurzen Seiten mit Nadeln zusammenfassen und absteppen. die Unteren Enden natürlich offen lassen - das sind die Armlöcher.

 

Und schon ist er fertig - sieht zwar noch nicht so aus, schlupft man aber rein ist es ganz toll :-)

 

 

Natürlich kann man die Kanten noch einfassen - sollte man bei anderen Stoffen, z.B. Strickstoffen auch auf jeden Fall, im Fall des Fleeces habe ich darauf jetzt erstmal verzichtet - vielleicht mache ich es noch.

 

Damit der Kragen etwas fixiert ist habe ich die obere Kante ca. 10 cm. umgeschlagen und gestesteppt - so ist auch nun definiert wo oben und wo unten ist :-)

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Neues Leben für einen ollen Pulli

Von mir gab es schon lange nichts mehr zu lesen - ich hab einfach kaum Zeit zum kreativ sein...aber nun endlich mal wieder

Vor einiger Zeit gab mir meine Mama einen alten Pulli - ist leider schon sehr dünn, insbesondere unter den Armen, aber auch einer kuscheligen Cashmere / Seide Mischung. Vielleicht kann man ja aus den Ärmeln oder den Körperteilen (na ja eben ohne den Teilen unter den Armen ;-)) noch was machen....

 

Er lag sehr lange nur rum, weil ich einfach keine Zeit und Lust hatte mir etwas zu überlegen... Aber auch ein alter Pulli hat ein neues Leben verdient...

 

Der Pulli auf dem Bild ist nicht der meiner Ma, den habe ich leider vor dem Nähen vergessen zu fotografieren ;-) aber es war ein grauer V-Neck Pulli aus Cashmere und Seide, ganz ähnlich diesem, nur eben in älter ;-)

Und was habe ich draus gemacht???

 

Gar nicht großartig viel...

 

Zuerst habe ich ihn an der Seitennaht und den Ärmeln auf meine Größe verkleinert, d.h. an beiden Seiten gute 5cm eingenäht. Dadurch sind auch die dünnen Stellen unter den Armen weggefallen :-)

 

Im zweiten Schritt habe ich den V-Neck Ausschnitt deutlich vergrößert und bis kurz vr die Schulter gezogen - von der Tiefe ist fast nicht dazugekommen, nur eben von der Breite. An beiden Schultern stehen nun noch so ca. 5 cm.

Die Naht habe ich dann mit schwarzen Satain Einfassband eingefasst - hatt ich noch zu Hause :-)

... und von der Seite

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Zeigt her eure Füßchen... Zeigt her eure Schuh...

Von mir gab es leider in letzter Zeit sehr sehr wenig zu sehen und lesen :-/ nicht weil ich keine Lust hatte, sondern weil ich schlichtweg keine Zeit hatte creativ zu sein. Meine Arbeit ist zur Zeit nicht nur Vollzeit, sondern ziemlich Überzeit und dann gab es in letzter Zeit viele verplante Wochenenden mit Freunden und Familien - da bleibt einfach keine Zeit mehr übrig :-(

Aber jetzt! Dieses Wochenende ist mein Mann mit Freunden unterwegs und ich hab "frei" :-) *juhu* Also ran an die Nähmaschiene.

Die Seepferdchen für Denise und Alex sind wohl sehr gut angekommen - Danke für den Gästebuch Eintrag :-) - also dachte ich "die Kleine hat bestimmt auch kalte Füßchen, der Herbst kommt ja jetzt" :-) Babyschuhe wollte ich schon immer mal nähen, hatte aber bislang keinen wirklichen Anreiz... aber jetzt - voila!!!!

 

Kuschelige Babyschuhe aus Fleece und Stoff!

Fest am Füßchen halten sie durch einen Gummizug am oberen Rand - kuschelig werden sie durch Fleece im Innern. Außen habe ich aktuell nur normale Baumwolle genommen, Leder, Kord, eine ABS Sohle oder sonst etwas ist natürlich auch kein Problem :-) Aber die Kleine ist ja erst geboren worden und braucht wohl noch ein wenig bis sie mit Laufen anfängt.

Das Basismuster stammt von hier, ich habe es aber etwas abgewandelt :-)

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Sommerrock

Nachdem ich geschäftlich echt total viel zu tun hatte in letzter Zeit, war das Wochenende sowohl traumhaft schön als auch frei :-) und ich hatte mal wieder Zeit und Lust zum Nähen :-)

 

Diesen einfachen aber total bequemen Sommerrock hab ich am Samstag genäht. Der Schnitt stammt aus einem alten Burda Heft, der Stoff aus der aktuellen Bettwäschekollektion von Tchibo ;-)

Die Vorderseite des Rocks ist deutlich größer als die Hinterseite und wird in einer großen Falte umgeschlagen und an der Seite mit Bändern gehalten. Dadurch bekommt man etwas mehr Beinfreiheit beim gehen. Damit die Falte besser an Ort und Stelle bleibt habe ich noch Klettverschluss eingenäht :-)

Der Unterrock ist absichtlich länger als der Überrock, so dass er unten rausblitzt.

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Fleece Sternchen

So , und nun noch das nächste Element in der "Baby-Pferdchen-Willkommens Box" - ein Fleece Sternchen :-)

Genäht ist diese Decke / Jacke aus dem gleichen Polar Fleece wie das Pferd - absichtlich mehrheitlich in Rot und nicht in Weiß, dann sieht man Flecken nicht sofort  (hoffentlich :-))

Im Rücken habe ich Löcher für den Anschnallgurt vom Maxi Cosi eingefasst, so dass die Kleine auch darin problemlos und ohne Gewurschdel angeschnallt werden kann. Eine tolle Anleitung für das Fleece Sternchen gibt es hier.

Aus Mangel eines Babys oder Puppe als Model muss eben Winnie Puh herhalten - ihm ist es allerdings etwas zu groß ;-)

 

Mal sehen was noch alles in die Box kommt :-) Die Kleine hat noch etwas Zeit bis sie kommt (ich hab dafür leider gefühlt viel zu wenig Zeit etwas zu nähen :-))

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Wickelhose final

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Wickelhose Teil 4

So abschließend nur noch anziehen :-) Hier nocheinmal die Anleitung :-)

1) Die Hose im Schritt zwischen die Beine nehmen - der kurze Bund ist hinten

2) die hinteren Bundteile um den Bauch schlagen und vorne zuknöpfen

3) die vorderen Bundteile um den Bauch schlagen und auf dem Rücke zubinden

4) noch etwas zurrechtzupfen und fertig :-)


Et Voilá! FERTIG :-)

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Wickelhose Teil 3 - Das Nähen

Auf gehts zum Nähen! Das ist super einfach, denn außer den Seiten und der unteren Säumge ist nur der Schritt und der Bund zu nähen... aber alles der Reihe nach:


1) Der Schritt:

Nähe zunächst beide Hosenteile rechts auf rechts zusammen - also ganz einfach beide Teile plan aufeinanderlegen und die U-Form (den Schritt) zusammennähen.

2) Seitensäume

Nun alle Teile einsäumen, also beide Hosenbeine :-)ich hab zunächst gebügelt und einen ca 2cm Saum an den Seiten eingenäht. Der obere Bund muss nicht eingesäumt werden, hier kommt nachher der Bund dran. Unten mache ich immer als letztes, wenn der Rest sitzt.


3) Was ist vorne, was ist hinten?

Das ist prinzipiell egal, ihr müsst nur entscheiden wo ihr nachher das Schleifchen haben möchtet - auf dem Bauch (also von hinten oben) oder auf dem Po (so habe ich die Hose gemacht - also vorne ist oben). Was ich damit meine... Ist am Anfang etwas komisch durchzublicken - irgendwie fehlen imer die Beine - ist aber eigentlich ganz einfach. Nehmt die Naht, die ihr gerade genäht habt zwischen eure Beine - die eine Naht ist nun auf eurem Bauch, die andere auf eirem Po. Nun entscheidet wo das Schleifchen sein soll - bei mir hinten, so beschreibe ich das nun. Klemmt die Hose zwischen eure Beine ein und nehmt die beiden oberen Zipfel hinter euch - also die beiden oberen Zipfel der Hosenteile die hinter euren Beinen ist. Die sind nachher vorne, d.h. an diesen Hosenrand muss nachher der kürzere Bund. Die anderen Zipfel, also die vor euren Beinen sind nachher hinten und bekommen den langen Bund. Wenn dies geklärt ist geht es weiter mit dem Bund.


4) Der Bund:

Ich habe den Bund zunächst gebügelt, d.h. zunächst de Nahtzugabe nach innen und dann in der Hälfte eingeklappt. Die Naht wird nachher auf der rechten Seite sein, d.h. ihr bügelt den Bund links auf links, so dass nachher die schöne Seite außen ist.

Richtet nun die Mitte des Bundes an der Mitte der jeweiligen Hosenteile aus und steckt sie fest - ich habe den Bund oben passend gesteckt, d.h. die oobere Hosenkante ist passend zur gebügelten Mittelnaht des Bundes. Da ihr die Hose zur besseren Passung in der Mittelnaht noch eurem Körper anpassen müsst, steckt zunächst nur fest und näht nicht gleich.


Bund vorne:

Da ich mittig auf dem Bauch kein auftragendes Schleifchen haben wollte, habe ich den Bund vorne überschneidend gemacht und mittels 2 Knöpfen geschlossen.

Bund hinten:

Für die Hinterseite ergibt einfach der Bund die notwendigen Schleifenteile.

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Wickelhose Teil 2 - Der Schnitt

Der Schnitt ist sehr einfach :-) Hier meine Maße, also die Maße, die ich für mich genommen habe - prinzipiell kann die aber jeder / jede nach den eigenen Maßen ganz einfach selber anpassen


1) Hosenlänge:

Beininnenmaß (also die innere Länge des Beines) + Ungefährer Abstand zwischen Oberkante Bein und Nabel - oder wenn die Hose tiefer oder höher sitzen soll eben weniger oder mehr. Bei mir waren es ca 90 cm für die Beinlänge - etwas weniger, aber es kommt ja noch der Saum dazu - ich schneide lieber am Ende etwas ab nicht, dass die Hose dann zu kurz wird - und ca 25 cm für den Schritt. Am Ende ist die Hose dann ca. am Nabel zu Ende - als Hüfthose natürlich weniger.


2) Beinweite:

Das Hosenbein soll / muss sich überschneiden, sonst müsst ihr etwas drunter anziehen, wenn die Unterhose nicht sichtbar sein soll. Messt also einfach von der vorderen Mitte des Oberschenkels, einmal drumherum und bis zur hinteren Mitte - also 1 1/2 facher Oberschenkelumfang. Ich habe 50 cm genommen, den seitlichen Saum aber davon abgezogen, also ca 45 cm am Ende.


3) Bund:

Den Bund bilden einfach zwei lange Stoffstreifen mit ca 10 cm Breite - auf die Hälfte gebügelt ergibt das dann einen schön breiten (5cm) Bund. Die Länge richtet sich wieder nach euch, bzw. nach eurem Bauchumfang - nehmt einfach den Bauchumfang und an beiden Seiten ein großes Stück für die Schleife - bei mir waren das ca 145cm. Diesen Bund braucht ihr 2 mal - ich habe den Bund der nach vorne kommt etwas abgewandelt, so dass ich keine Schleife auf dem Bauch habe, sondern nur auf dem Rücken. Wenn ihr das auch machen wollt, kann einer der Bundstreifen kürzer sein - den Bauchumfang plus etwas für einen Hosenknopf / Knopfloch (ich habe mir zwei Knöpfen und einem Überschlag von ca 10 cm gearbeitet.


Was braucht ihr also:

Stoff - ca 2,5 m

2 x Hosenbeine

2 x Bund

wer den einen Bund so wie ich anpassen möchte - 1-2 Knöpfe


Zum Ausschneiden habe ich mir alle Maße auf Packpapier übertragen und ein Schnittmuster eines halben Beines - also die Hälfte des Bildes oben - erstellt. Dieses dann im Stofffalz auf Stoff übertragen.

Wichtig beim Übertragen ist, insbesondere wenn Ihr Muster auf dem Stoff habt, dass ihr die gleiche Richtung einhaltet - sonst schauen die einen Blümchen nach oben, die anderen aber nach unten :-)

Auf gehts... Schritt 3: Das Nähen

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Wickelhose - Teil 1

So, der Sommer ist endlich da... aber es fehlen noch Teile im Kleiderschrank :-) Die fehlen doch eigentlich immer - Frau hat nie das Richtige zum Anziehen... Es wird also mal wieder Zeit zum Kleidung nähen und daraus ein Tutorial basteln :-)

Diesmal habe ich mich für diese schöne und vorallem bequeme Wickelhose entschieden :-) Ich habe solche vor Jahren einmal im Urlaub gesehen und fand sie immer toll... Und jetzt dank Pinterest bin ich wieder darauf gestoßen und hab sie genäht :-)


Es gibt bereits zahlreiche Tutorials zu dieser Art Hose (z.B. von Cuckoo, von Ihr ist auch dieses schöne Beispiel Bild), aber keins auf deutsch - und vorallem möchte ich euch ja auch zeigen wie ich vorgegangen bin :-)



Schritt 1: Der Stoff

Für eine solche Hose benötigt ihr ungefähr 2,5 Meter Stoff. Am Besten sind dünne fallende Stoffe - wie eine leichte Baumwolle oder leichtes Leinen. Das ist auch im Sommer am bequemsten :-)

Ich habe mich mal wieder für einen eigentlich andersweitig ausgelegten Stoff entschieden - mal wieder für Bettwäsche :-) ABER Hey, das ist auch nur dünne Baumwolle und davon ziemlich viel zu einem guten Preis :-) und zwar genauer für Alvine Kvist - dünne Baumwolle mit grauem Blumenmuster. Ich dachte mir, das ist mal was anderes wie immer nur einfarbig - und passend dazu sind nachher weiße, graue und schwarze Tops (davon habe ich eh am meisten) - es sieht aber nicht zu "Blümchenvorhangig" aus :-)

Also los gehts.

Wie immer zunächst den Stoff waschen und bügeln. Ich habe ihn diesmal noch im Trockner gehabt, damit sich auch wirklich nichts mehr verziehen oder eingehen kann :-)

Da wir aussschließlich den Stoff brauchen schneide ich immer die Nahtkanten der Bettwäsche ab - ich mache mir nicht die Mühe die aufzutrennen, sondern verzichte eben auf die 2 cm Stoff (wenn es überhaupt so viel ist). Man erhält in der Regel anschließend 3 Stoffstücke - das Kissen und zwei mal die Decke als Einzelstück. Leider reicht ein Deckenteil nicht ganz für beide Hosenbeine, aber Stoff haben wir ja :-)


Beim nächsten Mal: Schritt 2: Der Schnitt

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Blumenrock

Endlich ist Sommer!! Juhu

Und mal wieder Zeit für etwas Neues zum anziehen :-) Diesmal ein einfacher Blumenrock. Vielleicht kennt der Ein oder Andere das Blumenmuster ja - keine Sorge ihr irrt euch nicht :-) Der Stoff stammt von Ikea und ist eigentlich ein Bettbezug. Na ja eigentlich nur das Kissen :-) Ich fand das Muster einfach zu schön um es nur als Bettwäsche zu nutzen.


Als Schnittmuster habe ich einen einfachen 3 teiligen Rock (ein Vorderteil, 2 Rückteile) mit Reißverschluss von Burda genutzt (ich weiß nicht mehr welchen genau).

Abgefüttert ist der Rock mit einfacher, dünner, weißer Baumwolle. Dies ist sehr viel angenehmer zu tragen als Futterstoff aus Polyester - insbesondere im Sommer wenn man schwitzt.

Für den Bettbezug, also den Deckenbezug, muss ich mir noch etwas besonderes überlegen :-)

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Eva Dress - Frühjahr / Sommer - Final

Et Voilá das Kleid ist fertig!

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Eva Dress - Frühjahr / Sommer Kleid - Teil 3

Schritt 3: Nähen

 

Sind alle Teile ausgeschnitten geht es ans Nähen. Hierzu ist die Anleitung sehr wichtig, denn hier steht, welche Teile in welcher Reihenfolge aneinander gefügt werden müssen.

Gerade bei Kleidung ist der Sitz sehr wichtig - das Kleid soll ja auch individuell passen :-) Hierzu hefte ich alle Teile zunächst zusammen (heften bedeutet mit einem großen Stich zusammennähen), passe dann das Kleid individuell an und nähe dann die einzelnen Teile mit dem Endstich zusammen. Bei diesem Kleid habe ich das insbesondere an den Seitenkanten getan, da ich nicht wusste wie gut die Kleiderhälften passen.

 

Im ersten Schritt werden die beiden Bauchteile übereinandergelegt, so dass das äußere Teil die gewollten Falten wirft. Um dies zu erreichen müssen die Teile nicht links auf links gelegt werden, sondern links auf rechts - so dass das fertige Teil die gewollten Falten außen hat. Dies ist etwas fummelig, aber mit Nähmaschine, Stecknadeln und etwas Gelduld funktioniert das ganz gut. Die beiden Teile werden dann links auf rechts zusammengenäht, so dass die Falten nachher außen sind. Dann sind sie nachher auch außen am Kleid wo sie hingehören :-)

 

Nach und nach werden dann, entlang der Anleitung alle weiteren Teile zusammengenäht. Das Vorderteil ist relativ einfach - Rockteil und Oberteil an das bereits fertige "faltige" Mittelteil anheften.

Im Rücken hat das Kleid zwei Kellerfalten - eine im Oberteil und eine daran passend im Rockteil. Diese Kellerfalten habe ich zunächst in jedem Einzelteil seperat gelegt, in der Nahtzugabe abgesteppt und dann beide Schnitteile aneinandergefügt.

Sind alle Teile aneinander geheftet geht es ans anprobieren und individuell anpassen. Erst dann folgt die Endnaht.

Bei mir hat alles wunderbar gepasst, so dass ich gleich, ohne etwas ändern zu müssen die Teile endgültig zusammennähen konnte.

Die "Ärmelsäume" sind einfach knappkantig umgenäht. Den Rocksaum habe ich ca 4cm breit abgesteppt.

Die Länge des Kleides kann natürlich frei gewählt werden. Da ich das Kleid Sommers wie Winters (über Stiefel) anziehen möchte habe ich die Länge bis etwas oberhalb des Knies gewählt. So wirkt es locker und fließend, ohne z.B. zu Stiefeln blockig zu wirken.

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Eva Dress - Frühjahr / Sommer Kleid - Teil 2

Schritt 2: Stoff und Schnitteile


Die Wahl des Stoffes entscheidet wie das Kleid nachher aussieht und welchen Stil es verkörpern soll - soll es ein leichtes Baumwollkleid oder doch lieber ein schweres Brokatkleid werden? Natürlich spielt hierbei der Schnitt auch eine entscheidende Rolle.

Unser Schnitt hat keinen Reißverschluss oder Knöpfe, das heißt der Stoff muss dehnbar sein, sonst kommen wir nicht rein geschweige denn wieder raus :-) Das Beste ist also ein Jersey Stoff - er ist dehnbar und sehr angenehm zu tragen - da bequem.

Ich habe mich für einen grünen Jersey entschieden - in diesem Fall einfach auf Grund dessen, dass ich den in ausreichender Menge noch zu Hause hatte.


Da nahezu jeder Stoff mehr oder weniger eingeht solltet ihr den Stoff als erstes Waschen - außerdem können in Stoffen Rückstände von Färbemitteln oder ähnlichen Stoffen sein (je nachdem wo die Stoffe produziert werden) die ihr sicherlich nicht an den Händen haben möchtet. Der Hauptgrund ist aber das eingehen - ihr näht ja keine passenden Kleider um sie dann an die erste Wäsche zu verlieren...


Wie viel Stoff benötigt wird ist entscheidend - hier auf keinen Fall sparen. Denn jeder Stoff hat in der Regel eine Stoffrichtung - den Fadenlauf - in der er gewebt wurde und diese ist entscheidend für das spätere Kleidungsstück. Den Fadenlauf erkennt man, indem man die Web- oder Strickrichtung bzw. beim drüberstreichen die Haarrichtung näher betrachtet - von wo nach wo wurde gewebt. In der Regel natürlich in längsrichtung zur äußeren Stoffkante.

Wichtig ist, dass dieser Fadenlauf für alle Stoffteile der gleiche ist bzw. die auf den Schnitteilen aufgedruckte Fadenlaufrichtung exakt eingehalten wird. Auf keinen Fall dürfen Teile gedreht werden, damit sie besser auf den Stoff gehen und Stoff gespart werden kann. Warum nicht? Ganz einfach, sonst dehnt sich nachher das Oberteil in eine andere Richtung als der Rock - oder gar das hintere Rockteil quer zum vorderen. Das sieht nicht nur doof aus, sondern das ganze Kleid verzieht sich dann..


Ina Pattydoo hat ein tolles YouTube Video hierzu online gestellt

pattydoo tutorial #1 - Grundlagen: Stoff vorbereiten, Fadenlauf & rechte Stoffseite erkennen


Habt ihr den Stoff gewachen, gebügelt und den Fadenlauf gefunden geht es ans Auslegen und Ausrichten der Schnitteile.


Schaut euch als erstes die Anleitung gründlich an - Welche Teile brauche ich wie oft und wie soll ich sie auf den Stoff legen (normalerweise beinhaltet die Anleitung einen Auslegplan - wenn ihr euch daran haltet kann kaum etwas schiefgehen)


Alle Schnitteile werden auf die linke Seite des Stoffes gelegt - also auf die "falsche" Seite des Stoffes und mit Nadeln fixiert. Passt alles könnt ihr sie mit Schneiderkreide auf den Stoff übertragen.

Auf den jeweiligen Schnitteilen bzw. in der Anleitung steht wie oft ihr das jeweilige Schnitteil benötigt - häufig benötigt ihr ein und das selbe Schnitteil mehrmals - z.B. für Ärmel, dann müssen sie natürlich einmal gegengleich, d.h. spiegelbildlich nochmal aufgelegt und aufgemalt werden.

Viele Schnittmuster enthalten bereits Linien für die Nahtzugabe - unser Eva Dress auch. Ich persönlich arbeite nicht so gerne damit, sondern füge mir meine eigene Nahtzugabe zum original Rand hinzu. aus diesem Grund habe ich die Nahtzugabe direkt vom Schnitt abgeschnitten.

Wichtig ist, dass ihr nicht nur die Kanten, sondern auch alle Markierungen vom Schnitt auf den Stoff übertragt - hier zum Beispiel am Rücken die Faltenkanten.


Auch hierzu hat Ina Pattydoo ein tolles YouTube Video erstellt:

pattydoo tutorial #2: Schnitt abpausen, auflegen & Stoff zuschneiden


Liegt alles perfekt, könnt ihr ausschneiden - wenn ihr bei den Schnitteilen keine Nahrzugabe zugegeben habt - vergesst sie nicht beim Ausschneiden - ca. 2 cm pro Teil ringsrum).

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Eva Dress - Frühjahr / Sommer Kleid - Teil 1

Bald ist Frühling und neue Kleider müssen her. :-)


Das "Eva Dress" von www.yourstylerocks.com (Im Bild das Original der Homepage) habe ich schon vor einer ganzen Weile gefunden - es gefällt mir sehr gut - es ist einfach und schlicht, anziehbar in der Arbeit und Freizeit, hat aber trotzdem das gewisse Etwas.

 

Also los gehts...


[Als erstes habe ich Maß genommen - diesen Schritt werde ich nochmals in einem gesonderten Eintrag beschreiben]


Schritt 1: Der Schnitt

Im ersten Schritt heißt es erst einmal das Schnittmuster ausdrucken und zusammenkleben.


Gerade bei Online- oder Downloadschnitten ist dies deutlich einfacher gesagt als getan. Die Schnitteile sind so konstruiert, dass sie auf normales Din A 4 Druckerpapier aufgeteilt sind. Diese, für dieses Kleit 48 Seiten, müssen dann passend und richtig zusammengegklebt werden. Eigentlich jedes Schnittmuster, das auf diese Weise gedruckt wird beinhaltet einen "Klebeplan", der eine Übersicht gibt, welches Schnitteil wo zu finden ist, wenn alles richtig zusammengeklebt ist (Bild 1) - hierzu sind auf jeder Seite Markierungen und Nummern aufgedruckt, die beim Zusammenkleben übereinstimmen müssen (Bild 2). Erst dann werden die einzelnen Schnittmusterteile sichtbar und können wie gewohnt ausgeschnitten werden.

 

Ich finde diese Art der Schnittmuster sehr schön, denn dann kann ich einfach das Kleid nocheinmal ausdrucken, wenn ich es in einer anderen Größe nochmals nähen möchte, oder gar einen Fehler beim Ausdrucken oder Ausschneiden gemacht habe.

Nun geht es ans Ausdrucken. Hierbei ist es unbedingt wichtig, dass die Druckereinstellungen stimmen - sonst verziehen sich die Teile bzw. sind schlichtweg zu klein.


Die Druckereinstellungen müssen bei "100%" oder "Tatsächliche Größe" Größe liegen. Ich suche mir zunächst die Seite mit dem Kontrollquadrat - das gibt es bei jedem Schnitt (hier Seite 26) - und drucke diese zunächst alleine aus. Mittels eines Linals lässt sich jetzt spielend einfach herausfinden, ob die Druckereinstellungen so passen - sind die Seitenlängen des Quadrats so wie angegeben? Ja - Perfekt :-) Dann den ganzen Rest ausdrucken - Wichtig: natürlich einseitig ;-)

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